فَٱسْتَقِمْ كَمَآ أُمِرْتَ وَمَن تَابَ مَعَكَ وَلَا تَطْغَوْا۟ إِنَّهُۥ بِمَا تَعْمَلُونَ بَصِيرٌ
Koranglossar · akzeptiert
طَغَى / يَطْغَى
Überschreitung
Endliche Form I طَغَى: Übererreichen Sie eine operative Grenze.
Lexikalischer Geltungsbereich
Geltungsbereich: kuratierte Segmentmenge · Vorkommen: 12
Wurzeln: طغي
Lemmata: طغى
Formen: طَغَىٰ · تَطْغَ · يَطْغَىٰ · طَغَا · طَغَ · يَطْغَىٰٓ
Vorkommensbeispiele (angezeigt: 10 von 12)
Vorkommen im Geltungsbereich werden in Koranreihenfolge angezeigt (angezeigt: 10 von 12, beginnend beim ersten). Diese kompakte, positionsbasierte Vorschau wird nicht als stärkere Evidenz eingestuft als die ausgelassenen Vorkommen (Anzahl: 2).
ٱذْهَبْ إِلَىٰ فِرْعَوْنَ إِنَّهُۥ طَغَىٰ
ٱذْهَبَآ إِلَىٰ فِرْعَوْنَ إِنَّهُۥ طَغَىٰ
قَالَا رَبَّنَآ إِنَّنَا نَخَافُ أَن يَفْرُطَ عَلَيْنَآ أَوْ أَن يَطْغَىٰ
كُلُوا۟ مِن طَيِّبَٰتِ مَا رَزَقْنَٰكُمْ وَلَا تَطْغَوْا۟ فِيهِ فَيَحِلَّ عَلَيْكُمْ غَضَبِى وَمَن يَحْلِلْ عَلَيْهِ غَضَبِى فَقَدْ هَوَىٰ
مَا زَاغَ ٱلْبَصَرُ وَمَا طَغَىٰ
أَلَّا تَطْغَوْا۟ فِى ٱلْمِيزَانِ
إِنَّا لَمَّا طَغَا ٱلْمَآءُ حَمَلْنَٰكُمْ فِى ٱلْجَارِيَةِ
ٱذْهَبْ إِلَىٰ فِرْعَوْنَ إِنَّهُۥ طَغَىٰ
فَأَمَّا مَن طَغَىٰ
koraninterne lexikalische Begründung
Warum „die gebührenden Grenzen überschreiten“ statt „eine Regel übertreten“?
„Eine Regel übertreten“ bezeichnet gewöhnlich, dass ein moralisch verantwortlicher Akteur gegen eine bekannte Regel verstößt. „Die gebührenden Grenzen überschreiten“ bewahrt das umfassendere koranische Muster: Etwas geht über seinen angemessenen Bereich, sein rechtes Maß, seine Befugnis oder seine Ausdehnung hinaus.
Dieser umfassendere Bedeutungskern zeigt sich dort, wo ein moralischer Regelverstoß unmöglich ist. In 69:11 überschritt das Wasser (طَغَا) seine gewöhnliche Ausdehnung; in 53:17 wich der Blick weder ab noch überschritt er (طَغَى) seinen angemessenen Bereich. Dieselbe Wortwahl gilt für das Gleichgewicht in 55:8, menschliches Verhalten in 20:81 und den Pharao in 79:17. „Die gebührenden Grenzen überschreiten“ bewahrt somit ein und dieselbe Handlung des Hinausgehens über eine Grenze bei räumlicher Ausdehnung, Wahrnehmung, Maß, Verhalten und Macht. Je nach Kontext kann dieses Überschreiten eine Regelübertretung darstellen; doch die Regelübertretung ist eine Folge oder Bewertung, nicht der gleichbleibende lexikalische Kern.